Die Geschichte vom Hotel Valavier

Eine Hotelgeschichte wie ein Märchen

Alte Fotoaufnahme vom Hotel Valavier

Es war einmal vor langer Zeit in einem verwunschenen, stillen Tal …

Brandnertal wurde das Tal genannt, in dem sich unsere Hotelgeschichte abspielt. Wer die Betriebsamkeit hinter sich lassen wollte, suchte hier die Gesellschaft von Kräutersammlerinnen, Jägern und Waldgeistern. Und obgleich die lautstarke Moderne ihr Recht einforderte, blieb es im Brandnertal still und behaglich.

Das Brandnertal in früherer Zeit

Nur wenige Häuser standen hier. Das Leben war entbehrungsreich und hart, aber auch oft ein einfacher Reigen im Wechsel der Jahreszeiten. Die Welt war ein Dorf und das Dorf hieß Brand. Jeder kannte jeden. Und alle kannten die gutherzige Mina und den tüchtigen Eduard, die Großeltern Ihres heutigen Gastgebers Edi Meyer.

Mina und Eduard pflegten bereits Ende des 19. Jahrhunderts die österreichische Gasthaustradition im „Jägerheim“, einem ehemaligen Zollhaus in Brand. Zu jener Zeit war das kleine Walser-Dörfchen hauptsächlich vom Sommertourismus geprägt.

Wie der Grundstein für unser Hotel gelegt wurde

Die sogenannten „Sommerfrischler“ aus den Städten kamen in hochgelegene Bergdörfer, um sich in der frischen Bergluft zu erholen. Bergsteiger, Maler, Fischer und natürlich auch die Brandner selbst waren gerngesehene Gäste bei Mina und Eduard.

Mina Meyer hatte ihre Ausbildung 1876 im legendären Hotel Sacher in Wien absolviert – für die damaligen Zeiten ein Phänomen in der Gegend.

Damit begann unsere Hotelgeschichte und die gastronomische Leidenschaft unserer Familie.

Verschneite Bäume und Berge im Hintergrund Älteres Paar blickt auf die Berge Tal Altes Bild von Männern in einem Auto

Aufbau in den Mühen der Nachkriegszeit

1943 kam ein Mädchen namens Herta ins Brandnertal. Sie war Kindergärtnerin und stammte aus gutem Hause in Feldkirch. Es dauerte nicht lange bis Ernst, der Sohn von Eduard und Mina, ihr Herz eroberte. Kurz nach dem Krieg heirateten die beiden. Der Nachwuchs ließ nicht lange auf sich warten: Inge, Traudl, Ruth und später dann Edi als „Nachzügler“.

Somit war die Gasthaustradition für eine weitere Generation gesichert. Der Krieg hinterließ auch in Brand Spuren. Unter schwersten Bedingungen übernahmen Herta und Ernst 1951 noch zusätzlich die Bewirtschaftung der Straßburger Hütte - heute bekannt als Mannheimer Hütte. Rund zwanzig Jahre, nämlich bis 1970, betreuten sie dieses 2680 m hoch gelegene Schutzhaus am Rätikon.

Die Geschichte geht weiter…

Mit Warmherzigkeit, Ideenreichtum und Gefühl für die Bedürfnisse der Menschen legten Ernst und Herta den Grundstein unserer Geschichte.

Mit gerade einmal 21 Jahren übernahm ihr Sohn Edi den elterlichen Betrieb 1982. Doch der Traum von einem ganz besonderen Hotel zwischen Tradition und Zukunft blieb für Edi bestehen. Der Gastgeber erfüllte sich im Jahr 2003.